Als im Juli des letzten Jahres die Musikkapelle Rimpar die Werbung für eine Erwachsenen- Bläserklasse „Spätlese“ startete, rechnete niemand mit diesem durchschlagenden Erfolg. Inzwischen proben seit Anfang Dezember 46 hochmotivierte Musiker jeden Donnerstagabend eine Stunde gemeinsam im großen Saal des Bischof-Schmitt-Hauses. Gewiss, die Organisation der Werbeaktion durch das Team Jochen Lorenscheit, Armin Scheller und Johanna Peter war perfekt: Nicht nur innerhalb des Vereins und des Ortes, sondern auch überörtlich über Mainpost und große Werbebanner an den Ortsausgängen wurde die Bevölkerung auf das neue Projekt aufmerksam gemacht. Schon bei den beiden Informationsveranstaltungen kamen fast hundert Interessenten, von denen sich jetzt knapp die Hälfte fest entschlossen hat, ein Blasinstrument neu zu erlernen oder früher Gelerntes zu aktivieren. Offensichtlich hat der Musikverein mit seiner Aktion eine vorhandene Marktlücke entdeckt, denn viele Erwachsene hatten in der Jugend entweder keine Zeit oder nicht das notwendige Geld, um ihren Wunsch zu verwirklichen ein Instrument zu spielen.

Mit Carina Metz, Diplommusikerin für Trompete und staatlich geprüfte Dirigentin für Laienblasorchester, wurde eine qualifizierte Leiterin der „Spätlese“ gewonnen.

 

Nach den ersten Proben und begleitendem Einzel- oder Gruppenunterricht bei den Instrumentallehrern für die einzelnen Register ist das neue Orchester der Musikkapelle Rimpar bereit, beim Neujahrskonzert am 18. Januar seine Feuertaufe mit dem ersten öffentlichen Bühnenauftritt zu bestehen. Die Motivation und der Ehrgeiz der Spätlese- Musiker sind hoch: „Mein Mann läuft in jeder freien Minute mit dem Posaunenmundstück durch die Wohnung und trainiert den Ansatz“, berichtet die Ehefrau von Ewald Bender (72). „Wir sind beide ohne jede Vorkenntnisse, aber sowohl im Orchester als auch beim Gruppeninstrumentalunterricht werden wir nicht überfordert. Das neue Hobby bereitet uns viel Freude. Uns gefällt besonders der neu entstandene harmonische Kontakt zwischen den verschiedenen Generationen beim Musizieren und den weiteren Vereinsveranstaltungen wie Weihnachtsfeier und Turmblasen“, ist die Meinung von Christian (Trompete) und Manuela Melzer (Saxophon). Die Altersstruktur reicht von 16 bis 72 Jahren. Lothar Hausstein (Tuba) und Ehefrau Inge (Saxophon) loben besonders Dirigentin Carina, die die Schwierigkeit des unterschiedlichen Leistungsstandes im Orchester einfühlsam meistert.

Die Registerverteilung innerhalb der Spätlese ist zwar etwas „saxophonlastig“, aber mit zwei Oboen, fünf Flöten, zehn Klarinetten, 13 Saxophonen, sieben Trompeten/ Flügelhörner, zwei Posaunen, drei Waldhörnern, drei Bariton/ Tenorhörnern und einer Tuba nahezu perfekt. Weitere Teilnehmer für das tiefe und hohe Blech und vielleicht ein Fagott sind herzlich willkommen.

Das gemeinsame Musizieren von Beginn an nach dem Konzept der Bläserklasse beschert jedem Anfänger sofort ein hörbares Erfolgserlebnis. Doch auch für den außenstehenden Zuhörer ist der „Sound“ der 46 neuen Musiker, gebändigt von Dirigentin Carina, einfach überwältigend!

Fotos: Kurt Mintzel

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